35.494.167 Dias digitalisiert

DIASCANNER-TEST 2018 Diascanner Test: Der reflecta X7-Scan Dieser kompakte Diascanner ermöglicht das Scannen ohne PC. Leidet darunter die Qualität der Diascans? Wir haben den reflecta X7-Scan getestet und zeigen Ihnen die Ergebnisse.

Der reflecta x7-Scan im Test: Einrichtung und Bedienung

Mit dem handlichen reflecta x7-Scan können Sie auch ohne PC Ihre Dias digitalisieren, hierfür benötigen Sie allerdings eine SD-Karte, die nicht im Lieferumfang enthalten ist. Der mögliche Akkubetrieb ist ebenfalls ein praktisches Feature, da Sie nicht auf die Nähe zur nächsten Stromquelle angewiesen sind. Für die Direktspeicherung auf dem PC installieren Sie die beiliegende Software ArcSoft MediaImpression und den Treiber.

Der reflecta x7-Scan wird mit einem Schlitten geliefert, in den jeweils drei gerahmte Dias auf einmal eingelegt werden können. Damit fasst der Diascanner ein Dia weniger als vergleichbare Modelle wie beispielsweise von Rollei. Der Lieferumfang umfasst zusätzlich Schlitten für Negative (35mm) sowie für Pocket- und Instamatic-Formate, sodass auf Wunsch auch Negative digitalisiert werden können. Betreibt man den Diascanner ohne angeschlossenen PC, kann er über die vier am Gerät befindlichen Tasten gesteuert werden. Angeschlossen an den PC erfolgt die Bedienung über die installierte Software. Sobald das Motiv auf dem Vorschaudisplay, bzw. auf dem Monitor erscheint, können Sie noch Bildwerte anpassen und die gewünschte Auflösung wählen. Die Einstellmöglichkeiten über die Software sind deutlich vielfältiger als am Diascanner selbst, auch lassen sich das Vorschaubild sowie der fertige Scan am großen Monitor natürlich viel besser betrachten, als auf dem 6,1 cm großen Display.

Der reflecta X7-Scan im Test: Die Diascan-Ergebnisse

Für unseren Diascanner Test haben wir den reflecta X7-Scan als Tischgerät getestet, also ohne angeschlossenen PC. Alle Scans wurden in den Standardeinstellungen des reflecta x7-Scan erstellt. Die Scans werden dabei mit 14 Megapixeln als JPG-Datei gespeichert. Umfassendere Speicherformate wie TIFF lassen sich mit dem reflecta x7-Scan nicht auswählen. Das erste Bild zeigt eine Gegenüberstellung des Scanergebnis des reflecta X7-Scan und dem DIAFIX Profiscan.

Beim genauen Betrachten des Diascans (zweites Bild) wird schnell klar, dass das Motiv gar nicht so klar ist – Kanten sind ausgefranst und Objekte wirken recht flächig, was auf eine fehlende Schärfe und die Entstehung eines leichten Grauschleiers zurückzuführen ist. Darüber hinaus kann es zu Farbstichen mit einer warmen Farbtemperatur kommen. Höchstwahrscheinlich sorgt die automatische Bildkorrektur für die leicht verfälschte Farbwiedergabe. Um diese zu verhindern, müssten die Bildwerte für jedes Bild vor dem Scan manuell eingestellt werden – hier ist die Arbeit am PC unbedingt erforderlich. Auch wenn der PC-unabhängige Scan bequemer ist, empfiehlt sich die Arbeit am PC, da Sie hier gute Vorschaubilder erhalten und ggf. gegensteuern können. Das erhöht natürlich die Arbeitszeit mit dem reflecta X7-Scan.

Einige unserer Testscans zeigten außerdem schwarze Bildränder, sodass hier ein nachträglicher Beschnitt notwendig ist.

Im Gegensatz zu vielen anderen Diascannern verfügt der X7 von reflecta nicht über eine integrierte Staub- und Kratzerkorrektur. Das sorgt für zusätzliche Handarbeit. Denn entweder muss jedes Dia vor dem Scan vorsichtig gereinigt werden, doch dann sieht man auf dem Diascan zwar weniger Staubpartikel, Kratzer bleiben jedoch erhalten. Diese Bildfehler nachträglich zu retuschieren, erfordert viel Know-How in der Bildbearbeitung und Zeit.

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Reflecta RPS10 M 5.000dpi vs. Diafix Profi-Scan
reflecta x7 Diascan Standard-Einstellung
DIAFIX Diascan in Premium-Plus-Qualität mit 4.500 dpi

Zum Vergleich sehen Sie im dritten Bild den Diascan von DIAFIX in der Premium-Plus-Qualität mit 4.500 dpi und ohne Interpolation. Auch für den Scan bei DIAFIX sind die Dias nicht vorbehandelt (z.B. Reinigung) und auch der fertige Diascan wurde nicht nachträglich bearbeitet. Die Farben und Helligkeitswerte werden originalgetreu wiedergegeben, Sie können auch kleinteilige Details gut erkennen, in das Bild hinein zoomen und es problemlos vergrößern. Diese Scans können Sie problemlos in größeren Formaten wieder ausdrucken oder für Präsentationen nutzen.

Bei dem reflecta X7-Scan handelt es sich um ein 2in1-Gerät, das auch Negative digitalisieren kann. Die Negativcans sind sehr dunkel und haben eine geringe Sättigung, Farben lassen sich nur mit Mühe erkennen und auch die Detailwiedergabe lässt zu wünschen übrig. In einigen Scanversuchen wurde der Negativscan beschnitten, was je nach Motiv natürlich zu Enttäuschungen führen kann. Die Bildergebnisse reichen nur bei sehr geringen Ansprüchen für eine Archivierung aus.

Zum Vergleich sehen Sie unten den DIAFIX Diascan in der PremiumPlus Qualität. Dabei handelt es sich um einen Mehrfachscan mit einer effektiven Auflösung von 4.500 dpi und Bildmaßen von 6000 x 4000 Pixel. Er gibt den hohen Dynamikumfang eines Dias ideal wieder. Das Bild ist scharf und auch kleine Details sind in der Vergrößerung deutlich zu erkennen.

Teilweise sind auf beiden Scans weiße oder schwarze Flecken sichtbar. Dabei handelt es sich um Staubflecken, die sich auf den Dias oder auch auf der Linse des Scanners ablegen – und dementsprechend auch beim Dias digitalisieren mit abgetastet werden. Diese Flecken können deutlich reduziert werden, wenn das Dia unmittelbar vor dem Digitalisieren mit Druckluft (zur Not geht auch ein weiches Baumwolltuch) gereinigt wird. Wenn Sie selbst Dias digitalisieren, sollten Sie daher auch die Dias reinigen– sonst müssen Sie die Flecken nach dem Scannen (soweit möglich) mühselig am PC bearbeiten. Bei DIAFIX können Sie die Reinigug bequem dazubuchen.

Der reflecta X7-Scan im Test: Stärken und Schwächen

  • Vorteile
  • Kleiner Preis
  • Schnelle Einrichtung
  • Schneller Scanvorgang
  • Kein PC notwendig
  • Nachteile
  • Bildkorrektur sorgt für Farbstiche
  • Gelegentlich schwarzer Bildrand
  • Keine Staub- und Kratzerkorrektur
  • Kurzes Kabel für Stromversorgung
  • PC-loses Arbeiten nicht empfehlenswert
  • Sehr schlechte Negtivscans

Der reflecta X7-Scan im Test: Lohnt sich die Investition?

reflecta bietet den x7-Scan für 153,90€ an, damit gehört der Diascanner zu den günstigen Mittelklasse-Modellen. Die Qualität der Diascans ist ausreichend für eine Archivierung der Aufnahmen oder das Betrachten auf dem PC. Auch wer keine (semi-)professionellen Ansprüche an seine Bildergebnisse stellt und keine größeren Ausdrucke erstellen möchte, könnte sich mit den Bildergebnissen zufrieden stellen. Die Scanqualität der Negativscans ist unzureichend, die dunklen und unscharfen Bildergebnisse sind kaum zu gebrauchen. Wenn Sie jedoch auch zuverlässige Negativscans anfertigen möchten und großformatige Ausdrucke Ihrer Diascans erstellen möchten, dann sollten Sie sich nach einer Alternative umsehen.

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PREISTIPP
ab 104,95 €
reflecta X7-Scan
Scannertyp: CMOS-Bildsensor
Scanmedien: Dias und Negative (Kleinbild), Fotos
Ausgabeauflösung: 3.200 dpi optische Auflösung
Auflösung: 14 Megapixel
Zubehör: Scanner, USB-Kabel, Netzteil, diverse Dia- und Negativschlitten, Netzstecker
Display: Ja | 6.1 cm TFT-LCD-Farbmonitor
Speicherort: Interner Speicher oder SD-Karte
Speicherformat: JPG